Zitrone - Citrus limonum -

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:



Zitrone
Zitrone

Citrus limonum


Der Zitronenbaum, mittlerweile im gesamten Mittelmeerraum und in Amerika kultiviert, stammt ursprünglich aus Asien. Er gilt als Mitbringsel Alexanders des Großen, der die Zitrusfrüchte auf seinen ausgedehnten Feldzügen kennenlernte. Die größten Anbaugebiete befinden sich heute auf Sizilien und in Kalifornien.

Ätherisches Zitronenöl wird durch Kaltpressen der Fruchtschalen gewonnen. Diese sind relativ ergiebig; für 1 kg der Essenz sind "nur" etwa 3000 Zitronen erforderlich. Im Vergleich zu Essenzen, die aus Blüten hergestellt werden, ist das sehr wenig und der erforderliche Aufwand gering. Trotz des damit verbundenen niedrigen Preises werden für die Nahrungs - und Putzmittelindustrie jährlich zusätzlich Unmengen an Citral, dem Hauptduftstoff der Zitrone, künstlich hergestellt oder aus dem noch preisgünstigeren Lemongras extrahiert.

Echtes ätherisches Zitronenöl ist licht - und wärmeempfindlich und sollte bei längerer Lagerung im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es ist dünnflüssig, klar, mit einer schwach gelblich-grünen Färbung. Sein charakteristischer fruchtig-spritziger Frischegeruch ist in Küche und Haushalt inzwischen zu einem Inbegriff der Sauberkeit geworden ist. In vielen Reinigungsmitteln und Raumsprays wird die desinfizierende und reinigende Wirkung der Zitrone genutzt. Diese besitzt außerdem entzündungshemmende, fiebersenkende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Ferner steigert sie die körpereigene Abwehr, indem sie die weißen Blutkörperchen aktiviert.

Ein Glas Wasser oder Tee mit dem Saft einer Zitrone und etwas Honig gehört zu den am häufigsten angewandten Hausmitteln bei Erkältungen und grippalen Infekten. Auch bei Sodbrennen ist dies ein probates Mittel. Zitronensaft ist zwar sauer, im Körper löst er jedoch alkalische Reaktionen aus und neutralisiert so überschüssige Säure. Er wird deshalb oft auch zur Behandlung von Rheuma und Gicht empfohlen. Halsschmerzen, Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches sowie Aphten lassen sich durch Gurgeln bzw. Mundspülungen mit Zitronenwasser behandeln. Dieses kräftigt außerdem das Zahnfleisch und beugt Parodontose vor
.
Schnittwunden kann man mit purem Zitronensaft beträufeln, da dieser stark blutstillend wirkt und dazu noch die Wunde desinfiziert. Will man das heftige Brennen vermeiden, kann man diese stattdessen mit Zitronenwasser auswaschen oder Kompressen verwenden. Zweifelhaftes Trinkwasser in heißen Ländern läßt sich durch die keimtötende Wirkung von Zitronensaft genießbar machen, wobei der Saft einer Zitrone für einen Liter Wasser ausreicht.

Zitronenöl verfügt über beruhigende und entkrampfende Eigenschaften und stillt den Juckreiz bei Ekzemen oder Hautausschlägen, auch solchen, die bei einzelnen Kinderkrankheiten auftreten. Zitronen-Massageöl regt den Lymphfluß an, stärkt die Venen, erfrischt und verleiht neue Kräfte, weswegen es besonders von Sportlern geschätzt wird. Meiner Erfahrung nach beugt es auch Muskelkater vor. Hierzu sollten unmittelbar vor einer großen körperlichen Anstrengung Oberschenkel und Waden (bei Bodybuilding der ganze Körper) damit eingerieben werden. Durch eine entsprechende Einreibung bereits am Abend zuvor wird die Wirkung verstärkt. Ein Zitrusbad (nicht mehr als drei Tropfen verwenden !) wirkt belebend und gleichzeitig entschlackend.

Auf die Haut hat Zitronenöl einen anregenden, straffenden, kräftigenden und hautreinigenden Effekt. In der Kosmetik wird es vor allem zur Pflege fetter, unreiner Haut und zur Behandlung von Akne eingesetzt. Angeblich soll es auch der Hautalterung entgegenwirken. Da es schwach bleichend wirkt, kann es u.U. stumpfe, fleckige Haut aufhellen. Auch bei Sommersprossen soll es sehr nützlich sein, vorrausgesetzt, es wird über einen längeren Zeitraum regelmäßig benutzt. Weitere Anwendungsgebiete sind fettige Haare (einige Tropfen ins Shampoo geben) und brüchige Nägel. Diese können einfach mit Zitronensaft morgens und abends bepinselt werden. Zähne sollen angeblich ihre weiße Farbe behalten, wenn sie einmal wöchentlich mit Zitronensaft gebürstet werden. Die Anwendungsmöglichkeiten der Zitrone in der Kosmetik sind sehr vielseitig. Eine ganze Reihe der im Handel erhältlichen Kosmetikpräparate wie Cremes, Lotionen, Gesichtsmasken, Bade - und Körperöle, erfrischende Toilettenwässer, Parfüms (z.B. Kölnisch Wasser ) und Deodorants enthalten ätherisches Zitronenöl oder synthetisch gewonnene Wirkstoffe der Zitrone.


Zitronenöl besitzt auch psychisch eine stark anregende Wirkung. Es steigert die geistige Leistungsfähigkeit, erhöht das Konzentrationsvermögen und stärkt die Aufmerksamkeit bei der Arbeit. Eine in Japan durchgeführte Studie ergab, daß die Quote von Tippfehlern um 54% sank, wenn Zitronenöl im Raum verdunstet wurde. Auch bei Computereingaben soll es die Fehlerquote senken. Für Büros ist es deswegen ideal geeignet, ebenso für Schulen und Fortbildungszentren, in denen viel verlangt wird. Bei geistiger Erschöpfung und damit verbundenem Konzentrationsmangel ist es hier oft eine große Hilfe.


Text und Bild sind urheberrechtlich geschützt. Das Kopieren und Veröffentlichen ist daher untersagt.
_____________________________________________________________________________________________________
Quellennachweis:
Dietmar Krämer
Neue Therapien mit ätherischen Ölen und Edelsteinen
Isotrop-Verlag, Bad Camberg
ISBN 978-3-940395-00-9
ätherische Öle und Edelsteine
 
Suchen
Neue Therapien mit Bach-Blüten, ätherischen Ölen und Edelsteinen. Copyright © 2017 by Dietmar Krämer, Hanau.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü